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ist Historikerin und Hebamme. Sie arbeitet bei der Beratungsstelle Planning familial der HUG (CIFERN) als Beraterin für sexuelle und reproduktive Gesundheit, als Hebamme und Sexologin. Seit Februar 2009 ist sie Leiterin der Beratungsstelle. |
Abstract
„C’est mon bébé surprise“ („Das ist mein Überraschungsbaby“) titelte die Westschweizer Tageszeitung „Le Matin“ am 9. Januar 2009. Ramona, 13 Jahre alt, wurde die jüngste Mutter der Schweiz. Erst wenige Stunden vor der Geburt hat sie erfahren, dass sie schwanger war. Der Vater des Kindes wurde über die Geburt informiert und steht durch die Nachricht offensichtlich unter Schock. Die junge Ramona hat Mühe, dies zu glauben, denn sie hatten geschützten Verkehr. Ihr Umfeld hat nichts gemerkt. Das junge Paar hat sich inzwischen getrennt.
Eine Minderjährige, die ein Kind kriegt, ist beunruhigend. Das Phänomen stellt die Welt der Erwachsenen in Frage. Sexuelle Aufklärung und Schwangerschaftsverhütung werden in der Schweiz gefördert. Wie sind also solche Schwangerschaften und deren Fortsetzung zu erklären? Handelt es sich stets um unerwartete Schwangerschaften? Erleben wir eine Wiederholung dieses Phänomens? Was für eine Begleitung fassen die Fachleute ins Auge, um eine Zunahme der Schwangerschaften zu verhindern oder sie zu begleiten, falls die betroffene junge Frau sie fortsetzen möchte?
Ein weiterer Aspekt des Problems: Wie kann man diese beiden wichtigen Lebensabschnitte, die Pubertät und die Mutterschaft/Vaterschaft, miteinander in Einklang bringen? Welche Fähigkeiten besitzen diese jungen werdenden Eltern? Mit welchen Schwierigkeiten werden sie konfrontiert? Welche Zukunft hat das junge Paar? Welche Rolle hat die Hebamme in einer solchen Situation?